Grüner Strom: Eine Investition in die Zukunft - ABO Wind AG
Shownotes
In dieser Folge sind wir bei einem Unternehmen, das in vielen Ländern für grünen Strom sorgt: bei der ABO Wind AG. Wir hören welche Herausforderungen die Energiewende mit sich bringt, aus der Sicht eines Projektentwicklers für Windkraft und Solarenergie. Und wie es, nach den neuesten Beschlüssen im Koalitionsvertrag, um die Zukunft der Windbranche und der erneuerbaren Energien bestellt ist.
Zu Gast:
Alexander Koffka, Pressesprecher von ABO Wind
Ilja Oswald, Firmenkundenberater der Nassauischen Sparkasse
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Skript: Grün in alle Welt
INTRO
Anmoderation
In dieser Folge sind wir bei erneuerbarer Energie.
Bei einem Unternehmen, das in vielen Ländern für grünen Strom sorgt.
Vor 25 Jahren ist es als Zwei-Mann-Betrieb gestartet.
Heute ist ABO Wind ein Unternehmen, das mit seinen mehr als 900 Mitarbeitern mittlerweile in 16 Ländern unterwegs ist.
ABO – das steht für die beiden Firmengründer Ahn und Bockholt.
Und wie der Name ABO Wind schon vermuten lässt, ging es mit der Windkraft los.
Inzwischen gehören zum Beispiel auch die Solarenergie oder Speicher zum Repertoire des Projektentwicklungsunternehmens.
DROP
In Deutschland, Frankreich oder Griechenland oder Polen – aber auch in Tunesien oder Kolumbien – in immer mehr Ländern stehen Wind- oder Solarparks, die ABO Wind errichtet hat.
O-TON Koffka: „Wenn man jetzt ‚errichten‘ hört, dann könnte man sicher auch denken, wir wären ein Hersteller von Anlagen. Das sind wir nicht. Sondern wir sind Projektentwickler.“
… sagt Alexander Koffka – bei ABO Wind für die Kommunikation und Betreuung von Investoren zuständig.
O-TON Koffka: „Das heißt, wir suchen Standorte, die man für Wind- oder Solarparks nutzen könnte und machen dann – gerade bei der Windkraft hat man sehr lange Genehmigungsverfahren, bis man dann tatsächlich den Windpark errichten darf – das ist eigentlich unsere Spezialität: Die Genehmigung zum Bau und Betrieb eines Wind- oder auch Solarparks einzuholen und die Anlagen dann schlüsselfertig zu errichten. Wir kaufen die Anlagen aber bei Herstellern ein und fertigen sie nicht etwa selbst – wir sind kein Hersteller.“
Von Wiesbaden aus sorgt das Unternehmen für immer mehr grünen Strom in vielen Teilen der Welt.
O-TON Koffka: „Wir haben vor 25 Jahren angefangen in Deutschland, also in Hessen und Rheinland-Pfalz sind die ersten Windparks, die wir errichtet haben. Dann sind wir aber auch schon sehr früh nach Spanien oder Frankreich gegangen, dann kam Argentinien – was ein bisschen exotisch anmutet für einen deutschen Mittelständler – aber auch schon früh dazu, also auch in Argentinien sind wir schon seit 15 Jahren aktiv. Und in den letzten Jahren haben wir unsere internationale Ausrichtung noch mal deutlich verstärkt. Schwerpunkt ist schon Europa. Also mehr als die Hälfte unserer 16 Länder befindet sich in Europa, die meisten auch wiederum innerhalb der Europäischen Union. Aber wir sind auch in Südafrika zum Beispiel tätig, Kanada kommt mit dazu, sind wir auch seit ein paar Jahren aktiv. Also faktisch auf vier Kontinenten in 16 Ländern.“
Wenn wir über Windparks reden, dann braucht man für solche Projekte oft einen wirklich langen Atem. Denn von der Idee bis zur Inbetriebnahme kann es in Deutschland zum Beispiel schon mal ohne Probleme fünf Jahre dauern.
Das liegt nicht etwa daran, dass es so aufwändig wäre, die Windräder aufzustellen. Aufwändig sind oft eher die Genehmigungsverfahren.
Und wer glaubt, dass Deutschland wegen vieler Klagen gegen Windparks oder dem Schutz von Fledermäusen oder Rotmilanen besonders kompliziert wäre – der irrt sich. In Frankreich dauern die Verfahren beispielsweise häufig sogar noch länger als bei uns, sagt Koffka.
O-TON Koffka: „Es ist überall schwer. Und wie schwer es ist, hängt dann auch jeweils davon ab, wie das jeweilige Land besiedelt ist. Deutschland zählt halt zu den dicht besiedelten Ländern, besonders dicht besiedelten Ländern. Und entsprechend gibt’s hier auch größere Konflikte, weil man einfach nicht so viel Abstand zur Wohnbebauung halten kann wie zum Beispiel in Finnland. In Finnland – das Land hat so viele Einwohner wie Hessen, aber ist von der Fläche so groß wie Deutschland, und dann kann man sich vorstellen, das ist natürlich viel einfacher, dort Areale ausfindig zu machen, die wenig Konfliktpotenzial haben.“
Aber wie kommt ein Projektentwickler wie ABO Wind überhaupt an die Flächen, auf denen ein solcher Wind- oder Solarpark errichtet wird?
Kommt jemand auf das Unternehmen zu und sagt: Wir haben hier eine Fläche, die wäre ideal für Windräder?
Oder suchen die Projektentwickler auf eigene Faust nach geeigneten Arealen?
O-TON Koffka: „Das ist durchaus unterschiedlich, wie wir zu unseren Flächen kommen. Aber es ist tatsächlich eher der Regelfall, dass wir anhand von Karten nach geeigneten Flächen suchen oder auch durchaus, dass die Kollegen rumfahren und Flächen in Augenschein nehmen. Aber die Auswahl funktioniert üblicherweise doch tatsächlich über Karten, über digitalisierte Karten. Da gibt es so Programme, mit denen man einen so genannten Weißflächenabgleich machen kann. Das heißt, da lässt man verschiedene Ausschlusskriterien über das Gelände laufen und sagt dann, okay, die Fläche liegt zu dicht an der Siedlung. Die Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet … gibt’s verschiedene Ausschlusskriterien, die dazu führen, dass an bestimmten Stellen kein Wind oder Solarpark möglich ist. Und die Flächen, die dann übrig bleiben, dann gucken wir uns die näher an, machen die Eigentümer der Flächen ausfindig und versuchen die Flächen dann anzupachten.“
Erste Voraussetzung natürlich: Dass dort genug Wind weht oder genug Sonne scheint.
Dann aber geht es oft erst richtig los. Denn die lokalen und regionalen Medien sind zum Beispiel in Deutschland regelmäßig voll von Berichten, in denen es um den Widerstand gegen Windparks geht.
Es gründen sich Bürgerinitiativen, es wird geklagt und entsprechend ziehen sich die Genehmigungsverfahren in die Länge.
O-TON Koffka: „Interessanterweise bei Umfragen zeigt sich immer wieder, dass die Akzeptanz für erneuerbare Energien in Deutschland sehr hoch ist. Ungefähr 70-80 Prozent sind dafür, erneuerbare Energien stärker zu nutzen. Auch durchaus vor der eigenen Haustür. Ich glaub, das ist auch faktisch so. Nur die Minderheit, die da nicht damit einverstanden ist, die macht sich halt sehr viel stärker bemerkbar als die schweigende Mehrheit.“
Dass viele Menschen den erneuerbaren Energien grundsätzlich sehr positiv gegenüberstehen, macht sich auch bei den Finanzen bemerkbar. Auch viele Anleger sehen in diesem Bereich des Kapitalmarktes große Chancen und investieren.
Wenn sich ein Unternehmen wie die ABO Wind außerdem über viele Jahre einen erfolgreichen Ruf aufgebaut hat und kontinuierlich und gesund gewachsen ist, dann gebe es aktuell auch bei der Finanzierung von Projekten kaum Probleme, sagt Ilja Oswald. Er ist Firmenkundenberater bei der Nassauischen Sparkasse – kurz Naspa – und betreut die ABO Wind seit vielen Jahren.
O-TON Oswald: „Ich sage mal, also finanzierungstechnisch ist das kein Problem. Die Probleme sind auf der Genehmigungsseite und der langen Dauer, die die Projekte halt brauchen, um überhaupt ans Netz zu kommen. Und wenn sie dann beispielsweise von irgendeinem verklagt werden, weil da irgendein Feldhamster vielleicht ist und Artenschutz und dergleichen, dann kann es ihnen passieren, dass sie so viel Zeit verlieren, dass wenn dann irgendwann die Genehmigung kommt, wenn das fünf, sechs Jahre dauert, dass die geplante Anlage in der Form gar nicht mehr verfügbar ist. In der Zeit, die die Technologie weitergegangen ist und sie vielleicht die Komponenten gar nicht mehr bestellen können – dann fangen sie wieder von vorne an, also das kann auch passieren. Und dann war die ganze Investition erst mal umsonst.“
Gerade bei den Windparks gibt es unterschiedliche Richtungen, aus denen der Gegenwind bei den Projekten kommen kann. Da haben die Projektentwickler nicht nur mit Anwohnern zu tun, die den Anblick der Windräder nicht wollen. Sondern auch mit Argumenten, gegen die sich irgendwann sogar als falsch herausstellen.
O-TON Koffka: „Das hat dann auch damit zu tun, dass man mit Ängsten sehr stark mobilisieren kann. Und es sind viele Befürchtungen gerade im Zusammenhang mit der Windkraft quasi unterwegs, und die sind zum Teil auch von öffentlicher Seite sogar forciert worden. Es gab zum Beispiel eine krass falsche Berechnung vom Infraschall, der von Windkraftanlagen vermeintlich ausgeht…“
Das muss ich kurz mal erklären: Infraschall – das sind sehr tiefe Töne. Bei besonders niedrigen Frequenzen – in der Regel unter 20 Hertz – können wir Menschen diese Töne nicht mehr hören und man spricht von Infraschall. Es gibt ganz unterschiedliche Quellen für diese Töne. Das können Meeresrauschen, Lawinen oder Erdbeben, aber auch Autos oder Flugzeuge sein. Und eben auch Windkraftanlagen.
Wie stark der Infraschall auf den Menschen wirkt, ab wann er möglicherweise krank machen kann und wie viele Menschen darunter leiden, darüber gibt es unterschiedliche Aussagen und noch keine allgemein gültigen, eindeutigen Erkenntnisse.
Alexander Koffka hat gerade von einer falschen Berechnung des Infraschalls gesprochen, der von Windkraftanlagen ausgeht. Diese Berechnung stammte von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe aus dem Jahr 2005.
Im Jahr 2020 – also 15 Jahre später – musste die Bundesanstalt zugeben, dass sie sich in ihrer viel zitierten Studie massiv verrechnet hatte – und zwar um mehr als den Faktor 1.000. Der Infraschall durch Windräder ist also viel niedriger als lange Zeit gedacht.
O-TON Koffka: „Und wenn solche falschen Behauptungen auf dem Markt sind, dann gelingt es natürlich den wenigen Windkraftgegnern, die es ja gibt, die auch sehr aktiv sind in Deutschland, denen gelingt es dann auch durchaus in Regionen für starke Verunsicherung zu sorgen… und Menschen, die erst mal durchaus aufgeschlossen sind und sagen, ja, wir brauchen die Energiewende, wir brauchen eine stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien, so viel Angst zu machen, dass die dann quasi umfallen und sich plötzlich gegen Projekte aussprechen.“
Ein anderes Argument, das Windkraftgegner immer wieder vorlegen, ist der Artenschutz. Es kommt immer wieder vor, dass zum Beispiel bestimmte Vögel wie der Rotmilan durch die Rotorblätter eines Windrades getötet werden.
Gerade für diesen Vogel, der vor allem in Deutschland vorkommt, stellen die Windräder tatsächlich ein Problem dar. Denn wenn er auf der Jagd ist, schaut er im Flug nach unten und sieht die sich drehenden Windräder nicht. Und auch Koffka räumt ein, dass Vögel durch die Rotorblätter sterben.
Das hat derzeit zur Folge, dass die Chancen auf eine Genehmigung drastisch sinken, wenn es in einem möglichen Gebiet für einen Windkraftpark Rotmilane gibt.
O-TON Koffka: „Das heißt, es ist quasi die Vermutung im Raum, dass der Ausbau der Windkraft für den Bestand bestimmter Arten schädlich sei. Die Realität spricht eigentlich eine andere Sprache. Wenn man schaut: Windkraftnutzung in Deutschland gibt es im nennenswerten Umfang ungefähr seit 20 Jahren. Und vor 20 Jahren lebten in Deutschland weniger Rotmilane als das heute der Fall ist. Daran kann man sehen, dass zumindest der Ausbau der Windkraft der Bestandsentwicklung des Rotmilans nicht geschadet hat, es ist seitdem nicht schlechter geworden, sondern sogar besser geworden tendenziell…“
… und das wiederum bedeute für Windparks: Weil der Rotmilan sich positiv entwickelt habe, gebe es immer weniger Flächen, die keine Rotmilane mehr beherbergen.
O-TON Koffka: „Und entsprechend ist das mit der Hauptgrund, warum wir nicht so viele Genehmigungen haben, wie wir eigentlich bräuchten, um die Energiewende voranzutreiben.“
Aber der Artenschutz ist bei weitem nicht der einzige Grund, warum die Zahl der neu errichteten Windkraftanlagen in Deutschland je nach Region in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich gesunken ist.
Denn seit dem Jahr 2017 müssen neue Anlagen bundesweit ausgeschrieben werden. Anbieter haben sich in der Folge einen Preiskampf geliefert, durch den vor allem kleinere Akteure das Nachsehen hatten.
Die langfristige Planungssicherheit sei für Projektentwickler ein großes Problem, sagt auch Ilja Oswald von der Naspa.
O-TON Oswald: „Es gibt auch immer wieder Projekte, wo viel Energie erst mal in die Planung reingesteckt wurde, die dann aber nach drei, vier Jahren nichts werden. Dann waren die bis dahin angelaufenen Kosten umsonst.“
Das allerdings sei kein allein deutsches Phänomen, mit dem ABO Wind da zu kämpfen habe, ergänzt Oswald.
O-TON Oswald: „Und wenn sie das mal so sehen, die sind ja auch in Frankreich beispielsweise tätig. Wenn sie da wissen, dass in der Regel jeder Windpark, den die in Betrieb nehmen wollen, auch erst mal beklagt wird – noch mehr als in Deutschland – dann haben sie einfach viele Bausteine, die sie irgendwie aus dem Weg räumen müssen, um so ein Objekt dann erfolgreich ans Netz zu bringen.“
Immerhin hat man bei ABO Wind den Eindruck, dass der Tiefpunkt bei den Genehmigungen im Jahr 2019 inzwischen überwunden ist.
O-TON Koffka: „Im letzten Jahr, also 2020, war es schon deutlich besser als 2019. Und 2021 wird auch wieder besser als 2020. Also man sieht deutlich, dass wir den Tiefpunkt durchschritten haben und ich bin sehr zuversichtlich, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, dass er durch die neue Regierung noch mal verstärkt werden wird…“
… und auch Finanzfachmann Oswald teilt diesen Optimismus, dass es wieder mehr grünes Licht für neue Windkraftanlagen geben wird.
In Deutschland schon allein wegen des angekündigten Ziels, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am beim Strom-Mix bis zum Jahr 2030 auf 80 Prozent steigen soll. Allerdings:
O-TON Oswald: „Da sind wir noch weit von entfernt. Das heißt, wenn dieses Ziel ernst genommen wird und erreicht werden soll, dann ist es wirklich erforderlich, dass wir deutlich mehr Genehmigungen, deutlich schlankere Verfahren kriegen, damit überhaupt Projekte bis dahin realisiert werden können. Ansonsten wird das schwierig.“
O-TON Koffka: „Ich habe aber doch die Hoffnung, dass das jetzt wieder besser wird. Dass doch erkannt worden ist, auch im Zuge der Erkenntnis, dass wir für den Klimaschutz mehr tun müssen, dass wir nicht nur die Atomkraftwerke abschalten müssen – da sind wir ja doch schon relativ weit gekommen, Atomstrom macht jetzt weniger als zehn Prozent in Deutschland aus – aber wir müssen ja auch noch die Kohle- und bald auch die Gaskraftwerke abschalten, wenn wir das Klima schützen wollen und die weitere Erderhitzung zumindest begrenzen wollen. Es ist ja viel vom 1,5- oder 2-Grad-Ziel die Rede. Um das einzuhalten, müssen wir so schnell wie möglich aus der Kohleverstromung und dann auch aus der Gasverstromung aussteigen. Und da gibt es jetzt doch auch eine stärkere gesellschaftliche Akzeptanz für, einen stärkeren Willen, wirklich den Weg zu gehen und das merkt man auch in dem, was die Politik so aktuell so tut, was es schon in diesem Jahr für Gesetze gab – da kann man schon guten Mutes sein, dass es bald wieder mehr Genehmigungen geben wird.“
Dafür müssten allerdings auch die Genehmigungsbehörden personell besser ausgestattet sein, meint Koffka. Denn er glaubt, dass manche Behörde zuletzt im Zweifel lieber erst mal ein Projekt abgelehnt habe als sich hinterher dem Vorwurf aussetzen zu lassen, sie hätte einen Windpark genehmigt und das könnte sich hinterher dann als Fehler herausstellen.
In diesen Fällen hätte dann auch ABO Wind immer wieder klagen müssen – und auch hier liegt ein weiteres Problem. Denn es sei egal, welche Seite klage: Bis sich die Gerichte mit den einzelnen Fällen beschäftige, vergehe häufig viel zu viel Zeit.
O-TON Koffka: „Natürlich sind wir ein Rechtsstaat und jeder Bürger soll auch das Recht haben, gegen ein Bauprojekt zu klagen. Wir brauchen dann aber Gerichte, die so ausgestattet sind, dass diese Verfahren nicht jahrelang quasi erst mal auf dem Tisch liegen, bevor sie überhaupt behandelt und entschieden werden. Sondern da brauchen wir beschleunigte Verfahren… beschleunigte Genehmigungsverfahren … beschleunigte Rechtsverfahren …“
Ein weiterer Wunsch der Projektentwickler von ABO Wind vor allem in Richtung Politik lautet: Der Klimaschutz müsste bei der Abwägung verschiedener Interessen häufiger an erster Stelle stehen.
O-TON Koffka: „Und andere Dinge, die auch wichtig und wünschenswert sind, da müsste dann auch einfach artikuliert werden, dass man manchmal einfach Prioritäten setzen muss und in einen sauren Apfel muss man dann beißen und dann sollte man quasi den Wählern auch klarmachen, dass es nichts umsonst gibt. Also auch so eine Energiewende geht nicht konfliktfrei. Die Menschen müssen bestimmte Einschränkungen ertragen und die Politiker müssen ihnen das offen kommunizieren und nicht so tun, als könnte man es immer allen recht machen. Dem Windkraftgegner kann man dann manchmal nicht ersparen, dass er in seinem Umfeld auch Windkraftanlagen zu erdulden hat. Und das ist halt nicht immer populär, weil das sind natürlich auch Wähler und die machen öffentlichen Druck und davon lassen sich leider manche Politiker schnell beeindrucken und das ist bedauerlich. Mein Wunsch wäre, dass die Politik das, was sie als notwendig erkannt hat – da zählt der Klimaschutz und die Energiewende dazu – dann auch bereit ist, gegen Widerstände durchzusetzen.“
Das Thema Nachhaltigkeit bekommt inzwischen von Jahr zu Jahr eine größere Bedeutung, sagt der Sparkassen-Finanzexperte Oswald. Sei es der Ausstieg aus dem Atomstrom oder ein noch früherer Ausstieg aus der Kohle … deshalb geht er davon aus, dass Unternehmen wie ABO Wind in Zukunft deutlichen Aufwind erleben werden.
O-TON Oswald: „Das sind alles Dinge, die dazu führen, dass der Bedarf an erneuerbaren Dingen wie Photovoltaik und Wind noch weiter zunehmen wird. Und auch im Ausland ist das ähnlich. Das heißt, die Perspektive dort für ABO Wind, weiter erfolgreich expandieren zu können, die beurteile ich als sehr gut.“
DROP
Schön, dass sie bis hier wieder dabei waren.
In der nächsten Folge tauchen wir noch etwas tiefer in das Thema Nachhaltigkeit ein.
Dann nämlich spreche ich mit einem der Chefs des Outdoor-Ausrüsters VAUDE.
Das Unternehmen gilt als Leuchtturm, wenn es um Nachhaltigkeit geht.
Und er wird unter anderem mal erklären, was es überhaupt heißt, eine Firma nachhaltig zu führen … wie das geht … und warum das auch wirtschaftlichen Erfolg bedeuten kann.
Denn es ist kein Zufall, dass VAUDE inzwischen eine eigene Akademie für Nachhaltigkeit gegründet hat – weil immer mehr andere Unternehmen sich hier nämlich einiges abgucken wollten.
Ich freue mich, wenn sie dann wieder dabei sind.
Bis dahin, machen Sie’s gut.