Daten, Prognosen, Erfolg: KI-Lösungen für die Wirtschaft - Paretos

Shownotes

In dieser Episode tauchen wir ein in die faszinierende Welt der künstlichen Intelligenz und entdecken mit Thorsten Heilig von Paretos, wie ein innovatives Startup die Entscheidungsfindung in Unternehmen revolutioniert. Wir diskutieren die aktuellen Herausforderungen in verschiedenen Branchen, von Einzelhandel bis Logistik, und wie Paretos' KI-gestützte Lösungen diese Bedürfnisse adressieren. Erfahren Sie, wie präzise Prognosemodelle nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch zu besseren Geschäftsentscheidungen führen. Markus Robl von der Sparkasse Heidelberg gibt zusätzliche Einblicke in die Finanzierung und das Potenzial dieses aufstrebenden Unternehmens. Eine inspirierende Geschichte für alle, die sich für Innovation, künstliche Intelligenz und die Zukunft der Entscheidungsfindung in der Geschäftswelt interessieren.

Zu Gast:

Thorsten Heilig, CEO & Co-Founder - Paretos GmbH und Markus Robl, Leiter Spezialfinanzierungen - Sparkasse Heidelberg

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Skript: Paretos:

O-TON: „…“

Jingle INTRO

Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer trifft jeden Tag viele Entscheidungen. Und viele davon können durchaus über den Erfolg oder den Misserfolg des nächsten Geschäfts entscheiden –vielleicht sogar über die Zukunft der Firma.

Aber wie trifft man dann die richtige Entscheidung? Aus dem Bauch heraus? Durch langjährige Erfahrung? Durch den Vergleich mit ähnlichen Situationen? Durch den Austausch mit möglichst vielen Mitarbeitern? Wie geht man möglichst sicher, am Ende nicht doch die falsche Entscheidung zu treffen?

An der Stelle kommen wir zu Paretos, einem Heidelberger Startup, das inzwischen immer mehr Unternehmen genau bei solchen Entscheidungen unterstützt. Und zwar mit Künstlicher Intelligenz.

„No more bad decisions“ – so lautet der Slogan von Paretos.

Nie wieder schlechte Entscheidungen.

Eine GUTE Entscheidung ist es auf jeden Fall, jetzt weiterzuhören. Denn Paretos ist ein spannendes Unternehmen, das schon viele namhafte Kunden hat, die sich alle gesagt haben: Wir setzen auf Künstliche Intelligenz, damit das Geschäft noch besser läuft.

Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts.

Jingle CLOSER

Die meisten Menschen konnten mit Künstlicher Intelligenz zum ersten Mal wohl erst Ende 2022 oder Anfang 2023 wirklich richtig etwas anfangen. Es ist noch nicht lange her, da hat OpenAI das Tool ChatGPT vorgestellt.

Und ich muss zugeben, auch ich habe das Thema KI bis dahin wohl noch unterschätzt und war dann wirklich verblüfft, was selbst so eine simple Anwendung dann plötzlich kann.

Ich hab ChatGPT heute zum Beispiel mal ein paar Fragen zu unserem Podcast Erfolgsbilanz gestellt – unter anderem, warum es sich lohnen könnte, ihn anzuhören. Und nach gerade mal drei Sekunden habe ich diese Antwort bekommen:

O-TON Sprecher ChatGPT: „Es lohnt sich, den Podcast "Erfolgsbilanz" der Sparkasse zu hören, aus mehreren Gründen:

1. Inspirierende Erfolgsgeschichten: Der Podcast bietet faszinierende Einblicke in die Erfolgsgeschichten von Unternehmerinnen und Unternehmern aus verschiedenen Branchen. Diese Geschichten können als Inspiration dienen und zeigen, wie Herausforderungen gemeistert und Chancen genutzt werden können​

2. Vielfältige Themen: Jede Episode behandelt unterschiedliche aktuelle Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Expansion und internationale Geschäfte. Dies ermöglicht einen umfassenden Überblick über wichtige Trends und Entwicklungen in der Geschäftswelt​.

3. Praktische Einblicke und Tipps: Hörer erhalten praktische Tipps und Ratschläge von erfolgreichen Geschäftsleuten…“

… so, das blenden wir jetzt mal aus. ChatGPT nennt noch ein paar Gründe und erzählt auch ein bisschen was über mich, aber das erspare ich Ihnen.

In jedem Fall empfehle ich Ihnen aber: Wenn Sie das noch nie ausprobiert haben, sollten Sie echt mal mit einer KI wie ChatGPT ein bisschen plaudern. Das ist schon faszinierend, was die KI kann und das geht eben tatsächlich über simples googeln deutlich hinaus.

Thorsten Heilig ist einer der beiden Gründer von Paretos – und er nennt das den ChatGPT-Moment, den es gab, als diese Form der KI plötzlich für weltweites Erstaunen gesorgt hat.

O-TON Heilig: „Ich glaube, es liegt daran, weil wir zum ersten Mal verstanden haben, dass wir mit einer KI interagieren. Weil witzigerweise haben ja viele Menschen schon vorher mit KIs interagiert, aber das vielleicht gar nicht so wirklich verstanden und mitbekommen. Das war glaube ich das erste Mal – so habe ich das auch in meinem Umfeld wahrgenommen – dass es einem so richtig klar wurde … und das hat OpenAI ganz geschickt vermarktet, dass man jetzt eben da mit einem Modell redet und eben auf klarer, natürlicher Sprache. Und das ist der große Unterschied … ja, wirklich in der Sprache, die man eben so kennt … also habe ich definitiv auch so wahrgenommen.“

Dabei war es für Thorsten Heilig selbst natürlich alles andere als überraschend, was Künstliche Intelligenz kann.

Denn im Jahr 2020 – also schon einige Zeit, bevor ChatGPT auftaucht – gründen der Digital-Unternehmer Heilig und der KI-Experte Fabian Rang ihre gemeinsame Firma. Die beiden hatten sich vorher schon eine Weile genau überlegt, was sie genau machen wollen, wie ihr Produkt aussehen könnte und warum der weltweite Markt darauf gewartet haben könnte.

Vor Paretos war Heilig unter anderem COO – Chief Operating Officer – bei moovel, einer Mobilitätsplattform von BMW und Daimler. Aus seiner langjährigen Erfahrung hatte er immer mehr den Eindruck gewonnen, dass viele Unternehmen einen großen Bedarf an weiteren Entscheidungshilfen haben.

Einerseits habe er die Notwendigkeit im Markt gesehen. Andererseits aber sei die Lücke zwischen bereits existierenden neuen Technologien und ihrer tatsächlichen Anwendung gerade bei größeren Unternehmen auf verblüffende Weise eher sogar größer als man meinen sollte. Denn man könnte ja glauben, dass jedes größere Unternehmen mit einer ausgewachsenen IT-Abteilung doch auf die Idee kommt, Künstliche Intelligenz auch als Entscheidungshilfe einzusetzen. Aber …

O-TON Heilig: „Es ist eben nicht so leicht, so eine Art von Software beim Unternehmen anzuwenden. Und das hat mich einfach super in den Fingern gejuckt, dass wir sowas aus Deutschland, aus Europa raus auch bauen können. Und dann haben wir eben angefangen, so vor knapp vier Jahren mit der wirklichen Entwicklung … vorher uns ein bisschen auch im Markt umgehört … geguckt, gibt’s sowas im Markt schon, was gibt es da für Tendenzen, verschiedene Trends … und haben das dann angefangen zu entwickeln. Und haben das erst mal auch wirklich eine Weile entwickeln müssen, weil … wir wussten, dass es komplex ist, aber es war dann doch noch mal komplexer, als wir dachten, bis wir das dann so in ein Paket und in eine Plattform packen konnten, dass es dann wirklich so einfach anwendbar ist. Und gleichzeitig auch weltweit von der Qualität dann den Standards genügt, beziehungsweise mittlerweile dann auch übertrifft, was dann die großen Tech-Companies auch an Prognose-Capabilities haben.“

Okay – vielleicht sollten wir jetzt noch mal kurz erklären, was Paretos eigentlich genau macht. Und dafür holen wir jetzt noch jemand anderen ins Boot.

Für diesen Podcast habe ich nämlich auch mit Markus Robl gesprochen. Er ist bei der Sparkasse Heidelberg der Leiter in der Abteilung Spezialfinanzierungen – zu der gehört auch das Startup-Center – und Robl hat deshalb auch schon einige Jahre mit Paretos zu tun. Er hat deren Geschäftsmodell so kurz und gut erklärt, besser kann ich es nicht formulieren und auch eine KI hätte es vermutlich kaum knackiger hinbekommen.

O-TON Robl: „Paretos ist auf alle Fälle ein sehr rasant und schnell wachsendes Startup mit einer technologisch hochausgereiften Idee, um Entscheidungsmanagement für Unternehmen zu verbessern. Die bieten ihren Kunden Lösungen an, dass aufgrund von vorliegenden Daten aus den unterschiedlichsten Quellen Prognosen mithilfe von KI gemacht werden, die dazu führen, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer bessere Entscheidungen treffen können … also vorteilhaftere Entscheidungen.“

Schon bei den ersten Kontakten mit Paretos sei ihm klar geworden, wie groß die Möglichkeiten sind, dass dieses Unternehmen richtig durchstartet. Allein schon weil er aus eigener Erfahrung weiß, wie komplex viele Entscheidungen in vielen Firmen sind.

O-TON Robl: „Ja, absolut! Denn es ist so, auch wenn ich jetzt mal auf uns als Sparkasse Heidelberg schaue: Auch wir sind ja immer wieder daran, dass wir unternehmerische Entscheidungen treffen müssen. Die treffen wir alltäglich sehr oft, aber manchmal haben die auch eine größere Relevanz. Und dann versuchen wir auch, die beste Entscheidung zu treffen und dazu erst mal ganz viele Daten zu erheben, auszuwerten und so einfach die Genauigkeit und die Vorteilhaftigkeit der Entscheidung zu verbessern. Und wie der Thorsten dann das erste Mal erzählt hat, was genau Paretos macht, habe ich so für mich gedacht, Mensch, das ist ein Ding, das kann auch Sparkassen weiterhelfen. Weil wir haben einfach unglaublich viele Dinge, die wir in Entscheidungen berücksichtigen müssen und auch das ist für uns ein Riesenmehrwert, wenn wir es vielleicht irgendwann schaffen, in so ein System reinzukommen.“

Dann schauen wir uns jetzt doch aber mal ganz praktisch an, wie Unternehmen tatsächlich davon profitieren, wenn sie dank Künstlicher Intelligenz ihre Entscheidungen verbessern. Gut kann man das zum Beispiel bei Unternehmen sehen, die ihr Geld mit Bekleidung verdienen.

Ein Händler steht regelmäßig vor der Frage, wie viel kaufe ich von bestimmten Kleidungsstücken ein? In welcher Farbe und Größe? Egal ob ein Online-Händler oder ein klassisches Geschäft in einer Innenstadt – sie alle wollen natürlich einerseits genug vorrätig haben, damit das Kleidungsstück nicht nach kurzer Zeit schon ausverkauft ist. Andererseits will man aber auch keine zu großen Mengen auf Lager haben, die sich dann nicht mehr verkaufen lassen.

Das Problem ist also offensichtlich, sagt Thorsten Heilig, und dasselbe Problem mit nicht so einfach kalkulierbaren Stückzahlen hat auch der Hersteller des entsprechenden Kleidungsstücks, der wiederum den Handel beliefert. Er will unnötige Überproduktionen vermeiden.

O-TON Heilig: „Umso genauer ich weiß, was die Kunden bestellen werden, umso besser kann ich natürlich selber nachbestellen. Und das heißt, das erste, was wir sehen bei vielen Kunden, was total hilfreich ist, ist eine bessere Prognose. Umso besser ich weiß, wie viel jetzt in den nächsten vier Monaten … zum Beispiel ein blaues T-Shirt, Größe M … und zwar wirklich genau, am besten auch noch Größen genau und Farben, genau das Produkt, was da bestellt wird … und das kann man aus allgemeinen Daten des Unternehmens, vielleicht irgendwelchen Marketingaktionen noch zusätzlich – also aus historischen Bestellungen – aber auch vielleicht aus Saisonalität, Wetter, Wochentag, Schulferien … also da kann man ganz verschiedene Daten hinzunehmen. Kann man sich ja vorstellen, dass für Bademode natürlich andere Faktoren eine Rolle spielen als für Winterklamotten, als für Basic-Klamotten und so. Das wäre ein ganz klarer Case, den man jetzt auf unserer Plattform modellieren kann. Und was kriegt man zurück? Dann kriegt das Unternehmen zurück: Pro kleinster Einheit – in dem Fall wäre das dann eben unser blaues T-Shirt, Größe M – würden wir dann eben sehen, wie viel wird da in Zukunft bestellt werden.“

Dabei kommt es für die Unternehmen unter anderem darauf an, das Problem von Überproduktionen zu lösen. Möglichst also nur so viel herstellen und ordern wie auch wirklich gebraucht wird. Alles andere kostet unnötig viel Geld und verursacht dann auch noch CO2-Emissionen.

Aus diesem Grund hat sich zum Beispiel das nachhaltige Kölner Modelabel Armedangels entschieden, auf Künstliche Intelligenz zu setzen. Da werden zum Beispiel die Bestellungen und Retouren genau analysiert. Dank der Ergebnisse sollen dann weniger Kleidungsstücke hergestellt werden, die sich nach den Erkenntnissen der KI sehr wahrscheinlich sowieso nicht verkaufen lassen.

Aber im Grundsatz stellt sich doch eine ganz wesentliche Frage beim Einsatz der Künstlichen Intelligenz, die Paretos seinen Kunden zur Verfügung stellt: Das, was ihr da macht, das machen doch auch schon die Mitarbeiter im Einkauf seit Jahrzehnten genauso. Die schauen sich ihre Zahlen an, beobachten die Trends, haben Erfahrungswerte und wissen auch selbst, welche Effekte zum Beispiel Marketingaktionen oder die Sommerferien auf bestimmte Kleidungsstücke gehabt haben. Und darauf passen sie ihre Bestellungen entsprechend an.

Sind die Vorhersagen einer Künstliche Intelligenz unterm Strich tatsächlich genauer und besser, als zum Beispiel die von erfahrenen Einkäufern?

O-TON Heilig: „Sind die um so viel genauer? Ja, sind sie [schmunzelt]. Tatsächlich. Das ist auch ganz interessant. Wir sagen immer, das ist nicht Mensch ODER Maschine, sondern Mensch UND Maschine. Das ist uns ganz wichtig. Das heißt, gucken wir mal ein bisschen rein, wo ist denn der Mensch gut drin? Wir sagen immer, das Gehirn ist gut im Muster erkennen. Das ist auch richtig, aber das hat eine bestimmte Grenze. Ab einer bestimmten Ebene von Komplexität und Veränderungen der Umwelt tut sich unser Gehirn schwer. Wir lernen Muster, das dauert ein bisschen, bis wir die Muster erlernen und dann können wir sie auch anwenden. Und da sind mittlerweile KI-Modelle wesentlich stärker. Die können sehr viel schneller verstehen, wenn Trends in den Daten passieren. Wie zum Beispiel, wenn man merkt, Wetter hat nicht mehr so viel Einfluss wie im letzten Jahr … ohhh, es gibt einen allgemeinen Anstieg im Konsum … es gibt Wechselwirkungen zwischen den Variablen … also da gibt’s viele Dinge … Oder Produkte, wo wir noch gar nicht so genau wissen … das machen wir zum ersten Mal … da müssen wir vergleichen und im Endeffekt funktionieren die aber genauso wie wir auch. Die Modelle sagen dann auch, hmmm, was sind denn Ähnlichkeiten? Ahhh, Bademode-Artikel oder ein T-Shirt – es ist kurz vor den Sommerferien … Ja, das sind schon Dinge, die man sich so vorstellen kann. Nur sind die Einflussfaktoren mittlerweile einfach so viele, dass wir das mit dem Gehirn eben nur mit sehr hohem Aufwand, sagen wir mal so, können wir das dann für einen Artikel mal versuchen, noch mal zu berechnen und entsprechend zu automatisieren.“

Dass diese KI-generierten Vorhersagen besser sind als die menschlichen Prognosen und dass sich damit auch tatsächlich Geld verdienen lässt, davon waren nicht nur die Paretos-Gründer überzeugt. Sondern auch verschiedene Investoren, die die Gründer von ihrer Idee überzeugen konnten.

In einer ersten so genannten Seed Round – das ist eine Finanzierungsrunde, bei der zum Beispiel Risiko-Kapitalgeber oder Business Angel Geld ins Unternehmen stecken – da sammelt Paretos rund ein Jahr nach der Gründung bereits 3,5 Millionen Euro ein. Damit wird der Aufbau eines Teams und die Produktentwicklung erst richtig möglich.

Ein Jahr später wird die Seed-Runde dank weiterer zum Teil namhafter Investoren auf zehn Millionen Euro erhöht.

Welchen Job aber hat die Sparkasse dann, wenn die Finanzierung wie bei Paretos durch solches Risikokapital von Investoren möglich wird?

O-TON Robl: „Als Bankdienstleister dort dann die relevanten Dienstleistungen anzubieten und vorzuhalten, die ein Startup, was dann da eine Extended Seed Round gemacht hat, einfach auch mal braucht. Man muss ja sehen, Paretos ist ja mit einer Extended Seed Round erst mal investorenfinanziert. Das heißt, das sind jetzt keine Vorhaben, die jetzt eine Bank durch eine Fremdkapital-Finanzierung zunächst mal begleitet. Aber es ist natürlich so, mit Wachstum eines Unternehmens bauen sich dann dort auch Strukturen und Notwendigkeiten auf.“

Das kann zum Beispiel ganz am Anfang die Unterstützung beim Aufbau einer Personal- und Finanzabteilung sein, für die es zu Beginn einer Startup-Phase erst mal noch keinen Bedarf gab. Die richtigen Tipps zu geben oder die richtigen Fragen zu stellen, auch darin sieht Robl unter anderem seine Aufgabe.

Ob Paretos noch als Startup bezeichnet werden kann, ist sicherlich eine Frage der Definition. Das Unternehmen besteht zwar gerade erst rund vier Jahre, ist insofern also noch ziemlich jung am Markt. Die Liste der Kunden klingt allerdings eher schon nach einem richtig etablierten Unternehmen.

Da finden sich große Namen aus ganz unterschiedlichen Branchen. Einige wollen gerade noch gar nicht genannt werden, sagt Thorsten Heilig – damit sie einen möglichen Marktvorteil gegenüber der Konkurrenz durch die KI-generierten Prognosen noch ausnutzen können. Aber ein bisschen was verrät Heilig dann doch.

O-TON Heilig: „Gehen wir mal so ein bisschen industriemäßig durch: Wir arbeiten mit vielen Unternehmen aus dem Retail, unter anderem auch Fashion, wir haben das Beispiel ja gehabt. Aber auch Consumer Goods, wir haben mit der Otto-Gruppe eine strategische Partnerschaft, wo wir wirklich mit sehr vielen Brands der Otto-Gruppe schon vertreten sind und die da wirklich auch immer wieder vorne mit dabei sind, neue Themen dann einzusetzen für ein sehr diverses Portfolio an Subbrands.Wir arbeiten im Manufacturing-Bereich mit einigen Unternehmen zusammen, zum Beispiel der Wika-Gruppe oder auch anderen, wo es darum geht, eher im produktionslastigen Umfeld – da haben wir verschiedene Arten von Companies, die ganz verschiedene Dinge herstellen – wo es auch darum geht, die Vorhersagen im Abverkauf und den jeweiligen Kunden, was dann eher B2B ist und dann auch teilweise in Richtung Produktionsplanung zu gehen. Das machen wir zum Beispiel auch mit Hellofresh, die diese Boxen zusammenpacken – kennt man glaube ich.Wir haben eine große Supermarktkette. Wir arbeiten mit Accenture, einer großen Beratung, gerade auch in den USA auch sehr viel. Also es ist ein sehr buntes Portfolio an Firmen, alles im Bereich – Logistik haben wir auch noch, Hermes zum Beispiel als Paketzusteller oder auch Kontraktlogistiker – sehr buntes Portfolio im Bereich Retail, Logistik und Manufacturing.“

Also falls sie bei so vielen Namen nicht mitgekommen sind, noch mal zum Mitschreiben: Modehersteller und -geschäfte wie Lascana, Bonprix oder Armedangels gehören zu den Kunden. Die Otto Gruppe als weltweites Handels- und Dienstleistungsunternehmen muss man wohl nicht weiter erklären. Wika ist ein weltweit agierender Spezialist vor allem für Druck- und Temperaturmesstechnik mit mehr als zehntausend Mitarbeitern.Accenture ist einer der weltweit größten Unternehmens- und Strategieberater.Und dazu dann Lebensmitteldienste wie Hellofresh – die Bandbreite der Paretos-Kunden ist innerhalb von nur wenigen Jahren wirklich groß geworden.

Sie alle setzen auf bessere Vorhersagen für ihre jeweiligen Aktivitäten. Was heißt das zum Beispiel konkret bei einem Paketdienstleister wie Hermes?

O-TON Heilig: „Bei Paketdienstleistern oder generell in der Logistik geht’s oft um Mengen. Also nehmen wir an, wir würden jetzt irgendwas verschicken, dann haben wir ganz verschiedene Kunden, für die wir dann die Weiterversendung machen. Und dann kann man sich sehr einfach vorstellen, wenn ich weiß, was in meinem Depots für ein Paketaufkommen ist, die dann weiterversendet werden müssen – manche von den Logistikern verpacken auch selbst, das ist unterschiedlich – dann kann ich natürlich meine Schichten besser planen … kann ich meine Lager besser, die Pakete und das Paketaufkommen besser planen. Also darum geht’s in der Regel in der Logistik immer. Das sind meistens Mengen und der Durchsatz dann pro Depot und Weiterfahrt. Man denkt oft an Routenoptimierung … das ist auch ein Fall, aber das ist nicht so unser Gebiet, sondern wir setzen ein bisschen weiter vorher an. Wir sind ja quasi bei den Unternehmen in der Planung und wir parametrisieren quasi später die Routen, aber da gibt es dann andere Anbieter, die dann die Routen optimieren oder die Schichtplanung machen. Wir machen sozusagen die Intelligenz vorher, die so ein bisschen allem zugrunde liegt. Denn umso besser diese Zahl ist, umso besser kann ich darauf dann verschiedene Folgeprozesse auch optimieren.“

Gerade in den vergangenen Jahren sind zwei Dinge gleichzeitig passiert: Einerseits sind die Möglichkeiten durch immer besser werdende Künstliche Intelligenz immer besser geworden. Und andererseits sind weltweit Dinge vorgefallen, die fast allen Unternehmen große Probleme bereitet haben.

Die Corona-Pandemie zum Beispiel hatte unter anderem viele unterbrochene Lieferketten zur Folge, die Planungen immer komplizierter gemacht haben. Und dann haben auch noch steigende Energiepreise den Druck auf viele Firmen zusätzlich erhöht.

Der Wunsch, unter den gegebenen Umständen zumindest bessere Vorhersagen über kurz- und auch mittelfristige Entwicklungen zu treffen, ist bei zahlreichen Unternehmen noch einmal deutlich gewachsen.

Und das betrifft nicht nur die Großen Player in ihren jeweiligen Märkten. Bei Paretos gibt es durchaus auch vergleichsweise kleinere Unternehmen, die auf Künstliche Intelligenz setzen und inzwischen zu den Kunden gehören.

Wie viel Radieschen brauchen unsere Kunden in den nächsten Tagen? Ist es sinnvoll, noch mehr Radieschen einzukaufen oder lieber doch nicht? Denn schließlich halten sich die kleinen, roten Knollen nicht allzu lange. Genau mit solchen Fragen hat ein Obst- und Gemüsehändler aus Bayern jeden Tag zu tun. Die Entscheidungen traf lange Zeit nur der Mensch – jetzt wird er durch eine Künstliche Intelligenz unterstützt.

O-TON Heilig: „Ja, superspannend. Wir arbeiten mit Wunderlich am Tegernsee, einem Früchte- und Gemüsegroßhändler. Und das ist ganz spannend für uns, weil normalerweise unsere Kernzielgruppe sind ja wirklich große Mittelständler und große Unternehmen, Enterprises – und das ist eine ganz Anfrage gewesen. Wir sind sehr happy in der Partnerschaft da, weil die sich – ich glaube, in vierter Generation jetzt, ein Familienbetrieb – und die haben sich komplett durchdigitalisiert. Und haben dann eben gesagt, okay, wenn wir jetzt hier alles durchdigitalisiert haben, dann wäre es doch eigentlich spannend, auch ein bisschen den KI-Vorteil auch noch zu nutzen. Und das fanden wir ein sehr spannendes Experiment und deswegen arbeiten wir schon eine ganze Weile mit denen. Und es ist exakt das: Da geht’s dann darum, wie viel Paletten Radieschen brauchen wir denn jetzt? Gerade frische Ware ist da noch mal ein ganz spannendes Feld – auch lecker, aber auch aus Datensicht ein ganz spannendes Feld. Weil die Frischeprodukte haben eine gewisse Haltbarkeit, kann man sich nicht komplett auf Lager packen, wie das viele Unternehmen in der Unsicherheit der Lieferketten nach Covid und so auch gemacht haben mit haltbaren Produkten … was andere Probleme hat, nämlich gebundenes Kapital, das haben wir bei vielen. Aber da kommt eben noch dazu, dass bei Frischeprodukten noch mal ein Ablaufdatum eine Sache ist. Und genau so muss man sich das vorstellen … wie viele Paletten Radieschen werden da im Großhandel gekauft. Die beliefern relativ viel Gastronomie auch und das ist schon ein großer Durchsatz, aber natürlich ein bisschen kleines Unternehmen als viele anderer unserer Kunden – aber ein sehr spannendes Beispiel.“

Seit rund zwei Jahren ist der bayerische Obst- und Gemüsehändler inzwischen schon Kunde von Paretos. Für mehr als 100 frische Produkte, bei denen Haltbarkeit ein besonders großes Thema ist, setzt man auf die Vorhersagen der Künstlichen Intelligenz.

Die errechnet für die nächsten sieben Tage zum Beispiel mit Blick auf das Wetter oder allgemeine Schwankungen in der Nachfrage, was alles auf dem Großmarkt eingekauft werden muss. Jeden Tag werden die Prognosen angepasst und korrigiert und mit Daten zum Beispiel aus der vergangenen Nachfrage, der Bestellhistorie und dem Lagerbestand abgeglichen.

Früher hat man bei Wunderlich die Einkaufsliste für die morgendliche Tour zum Großmarkt mit Stift und Papier, mit Excellisten, Erfahrung und auch mit einigem Bauchgefühl erstellen müssen. Jetzt hilft die KI. Das heißt natürlich nicht, dass man zu einer hundertprozentigen Genauigkeit kommt. Dass kein Bund Radieschen mehr zu viel gekauft wird.

Aber im Vergleich zur Vergangenheit sei die Prognose beim Obst- und Gemüsehändler Wunderlich jetzt um 30 Prozent genauer, sagt Thorsten Heilig. Und das bedeutet nicht nur weniger unnötig gekaufte Ware. Sondern auch weniger doppelte Fahrten zum Markt, denn früher wurde natürlich auch immer wieder mal etwas zu wenig eingekauft und musste dann mit einer zusätzlichen Fahrt im Tagesverlauf noch nachgeholt werden.

Bis es allerdings wirklich gut läuft, muss sich einiges einspielen. Zum Beispiel auch das Vertrauen gegenüber der Künstlichen Intelligenz auf der Anwenderseite. Das galt bei Wunderlich genauso wie auch bei allen anderen Kunden von Paretos.

O-TON Heilig: „Bei dem einen oder anderen Mal, wenn dann unsere Plattform vorschlägt, dass man jetzt hier eben 20 Paletten Radieschen bestellt … kann sein, dass man da erst mal sitzt und denkt, hmm, weiß ich nicht … eigentlich hätte ich jetzt acht bestellt, warum sollen wir da jetzt 20 bestellen? Also das ist jetzt ein sehr kleines und konkretes Beispiel, aber es ist im Endeffekt in jeder Skalierung immer wieder dasselbe. Dass man natürlich erst mal vielleicht bei manchen Themen eine andere Intuition oder Excelliste hat, woraus man dann erst mal einen anderen Impuls hat. Und das ist ein ganz entscheidender Moment in der Anwendung von KI. Weil man eben diese Iteration und Lernschleifen auch als Unternehmen – jetzt wirklich bezogen auf den Change im Unternehmen – wirklich auch das Vertrauen in so neue Modelle dann auch nimmt. Und klar, in dem Fall war es dann wirklich so, es wurden extrem viele Radieschen bestellt. Und dann kann man sagen: Vertraut man vielleicht beim nächsten Mal. Aber es kann ja auch mal sein, dass es vielleicht gerade eine nicht so gute Empfehlung war. Das gibt’s ja auch. Ich hab ja gesagt, die sind nie 100 Prozent, diese Modelle…“

… aber unterm Strich sind sie wesentlich besser als die rein menschlich berechneten Vorhersagen von früher, sagt Heilig. Manchmal müsse man sich dann bei Fehlentscheidungen zum Beispiel fragen, wo noch optimiert werden sollte, welche weiteren Daten vielleicht noch für eine gute Prognose gefehlt haben und entsprechend nachzusteuern.

Die Garantie, dass jede Entscheidung dank der computergenerierten Modellen richtig ist, könne man nicht geben, räumt der Paretos-Chef ein. Aber wenn wir mal bei den Radieschen bleiben, dann könne man durchaus im Unternehmen die Frage stellen: Okay, wie oft im Jahr haben sie denn bisher Entscheidungen getroffen, die keine Volltreffer waren – wie oft wurden Fehler gemacht? Mit der KI ist dann das erste Ziel, diese Fehlerquote spürbar zu reduzieren und im Laufe der Zeit sich immer mehr dem Optimum zu nähern.

Es ist vielleicht ein bisschen wie mit der Wettervorhersage. Die hat sich im Laufe der Zeit auch immer mehr verbessert. Inzwischen sind die Wettermodelle zumindest für die nächsten Tage durchaus sehr genau. Trotzdem aber handelt es sich immer noch um eine Vorhersage. Die Garantie, dass man bei einer nur zehnprozentigen Regenwahrscheinlichkeit für morgen Abend dann tatsächlich trocken bleibt, gibt einem niemand.

O-TON Heilig: „Ja, das ist vielleicht gar nicht so schlecht. Dann gibt’s immer weitere Features. Also der Regenradar – ich mache viel draußen Sport – der ist ja zum Beispiel wirklich schon extrem gut für den nächsten Tag oder die nächsten acht, neun Stunden kann ich ja wirklich teilweise viertelstundengenau sehen, ob der Regen jetzt kommt oder in welcher Intensität, das ist auch spannend. Wir haben oft den Vergleich interessanterweise mit dem Dashboard im Auto. Also mit der Tanknadel, die es ja heute so eigentlich nicht mehr gibt. Früher gab es quasi eine Tanknadel und dann konnte ich meine Berechnungen da drauf immer machen und gucken, wie weit ich noch komme. Ich weiß noch, beim alten Käfer von meinen Eltern musste man immer den Kilometerstand noch irgendwie einstellen … weil so richtig die Tanknadel auch nicht … da ist ja wirklich viel passiert. Und mittlerweile, also bei E-Autos zum Beispiel, wird die da inzwischen die Route komplett optimiert und vorgegeben, welche Ladesäule ich wann brauche, damit ich dann mit fünf Prozent an meinen Ziel … also es wird quasi alles vom Ziel ausgedacht. Das ist so die Analogie, die wir ganz gerne verwenden. Diese ganzen Technologien, wie eben genau diese Vorhersagen … Akkureichweite, Temperatur, Ladeverhalten und so weiter … freie Säulen auf dem Weg, aber auch die Fahrweise des Fahrers … da wird so viel miteinbezogen, was dann auf verschiedenen Prognosen dann basiert, was aber in Summe immer wieder mir zurückgespielt wird als Endverbraucher in ein: Du willst ein Ziel erreichen und ich zeige dir, wie du es erreichen kannst oder ich gebe dir vielleicht zwei, drei Optionen, wie du es erreich kannst … schnellste Route … nachhaltigste Route und so weiter.“

In einer Welt, die immer mehr miteinander verknüpft ist – mit allen Vor- und Nachteilen, die das bietet… aber auch in einer Welt, die in den vergangenen Jahren immer häufiger durch unterschiedlichste Krisen erschüttert worden ist … in der viele Unternehmen immer stärker gefordert sind, flexibel zu agieren und schnell zu reagieren … in so einer Welt dürften moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz in Zukunft eine immer größere Rolle spielen.

Davon ist auch Markus Robl von der Heidelberger Sparkasse überzeugt. Und auch wenn er anders als sein Kunde nicht der Spezialist für Prognosen und Vorhersagen ist, geht er fest davon aus, dass sich die Unternehmensgeschichte von Paretos weiterhin rasant entwickeln wird. Die Firma dürfte mit ihren Lösungen sozusagen genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein.

O-TON Robl: „Auf jeden Fall. Wir sehen ja, die Welt wird immer volatiler. Die Häufigkeit von Krisen und die Perioden, in welchen sie kommen – also die Krisen kommen häufiger und periodisch gesehen kürzer auf uns zu – diese Volatilität und Unsicherheit auf dem Markt ist für Unternehmen ganz existenziell. Wir haben das gesehen, wie der große Tanker im Suezkanal da querstand. Im ersten Moment denkt man, okay, da steht jetzt irgendein Schiff quer in irgendeinem Kanal. Aber wir haben gesehen, was das bedeutet für die weltweiten, die globalen Lieferketten. Und da dann bei so einer globalen und sehr digitalisierten oder einem in der Digitalisierung befindlichen Wirtschaftskreislauf den Überblick zu behalten, ist eine immense Herausforderung. Und da hilft Paretos natürlich.“

Für die KI-Spezialisten sieht der Finanzfachmann unter anderem ausgerechnet den Faktor Mensch als eine der großen Herausforderungen.

O-TON Robl: „Naja, ich denke, die größte Herausforderung aus meiner Sicht ist: Die relevanten Mitarbeiter gewinnen zu können, die ich brauche, um eben dieses Wachstum auch zu verstetigen. Das Buzzword Fachkräftemangel kennen wir alle. Aber es ist natürlich im Moment in diesem Software-Thema, gerade wenn wir auf KI schauen, noch mal mit Sicherheit herausfordernder, weil es einfach viele große Player auch gibt, die sehr, sehr gute Gehälter bezahlen, wo Paretos dann mithalten muss.“

Wenn Paretos-Mitbegründer Thorsten Heilig allerdings auf sein eigenes und auch auf viele andere Unternehmen schaut, dann sieht er etwas anderes als eine viel größere Herausforderung als der vielzitierte Fachkräftemangel.

O-TON Heilig: „Ich würde sagen, tatsächlich die größte Herausforderung ist die Großwetterlage. Wenn man sich Innovationszyklen in Unternehmen anguckt, dann ist es ja oft so, dass Innovation oft dann stattfindet, wenn es den Unternehmen ganz gut geht. Das ist so der eine Faktor, wenn man sagt, okay, wir probieren mal was aus. Und der zweite Faktor ist: Wir stehen mit dem Rücken an der Wand und müssen gucken, dass wir eben harte Effizienzgewinne zum Beispiel kriegen und dann ist auch wieder Raum für Innovation. Wir sind gerade, wenn man auf die Großwetterlage guckt, sind wir in zweiterem. Auf der einen Seite könnte man sagen, gut für uns, weil unsere Lösung kann Effizienzen heben. Aber trotzdem ist es natürlich eine große Herausforderung für alle. Da unterstützen wir gerne [schmunzelt], aber ich würde sagen, es ist die größte Herausforderung über die nächsten Monate mindestens mal. Es ist gar nicht so sehr Fachkräfte … wir rekrutieren international, also mindestens europäisch … wir gucken so ein bisschen nach der Zeitzone … weil wir da wirklich auch extreme Spezialisten brauchen. Es gibt aber tatsächlich ja nicht sooo viele Companies, die jetzt diese Ambitionen und sagen wir mal auch diese Positionierung auch in dem Segment haben, wie wir sie jetzt schon haben. Das heißt, wir haben da einen sehr guten Pool, werden auch jetzt noch mal stark wachsen und haben dann wirklich einen tollen Pool von Mitarbeitern,. Auf den wir jetzt schon zugreifen können, weil da eine sehr große Nachfrage ist, an diesem sehr ambitionierten Projekt aus Deutschland, aus Europa heraus, mitzuarbeiten.“

Es hat einige Jahre gedauert, es wurde lange entwickelt und getestet, bis Paretos seine Anwendungen tatsächlich als Enterprise-Ready-Produkt an den Markt bringen konnte. Denn das Risiko, dass die Modelle nicht funktionieren, war viel zu groß. Also brauchte man einen gewissen Vorlauf.

Den hat Paretos inzwischen hinter sich und auch schon viele namhafte Kunden für sich gewinnen können. Jetzt gilt es für Thorsten Heilig und sein Team, noch mehr Unternehmen davon zu überzeugen, dass die Unterstützung durch Künstliche Intelligenz unter anderem genau das sein könnte, was sie in der aktuell schweren Zeit gerade gut gebrauchen können. Denn die Lösung ist da, sagt Heilig.

O-TON Heilig: „Jetzt brauchen wir aber trotzdem den Mut, das zu tun. Trotzdem muss ich eben sagen: ah ja okay, verstehe, das ist jetzt der Strohhalm … da ist der Strohhalm vielleicht und auf den setze ich jetzt. Das ist einfach die Herausforderung – wie immer mit neuen Technologien, in so einer Umwandlung – dass man sagt, okay, diesen Strohhalm nehme ich jetzt und setze ihn sinnvoll ein. Freue ich mich aber auch drauf. Aber das ist, wenn sie jetzt sagen, was ist die Herausforderung für die nächsten Monate? Dann ist das die Top 1.“

Der ChatGPT-Moment, wie Heilig ihn nennt, hat die Welt sicherlich beeindruckt.

Dieser Moment hat vielen zum ersten Mal gezeigt, WAS Künstliche Intelligenz alles kann.

Ob ChatGPT selbst die Welt verändern wird, steht auf einem anderen Blatt.

Außer Frage steht für Thorsten Heilig, DASS Künstliche Intelligenz die Welt verändern wird. Die Frage für Unternehmen ist nur, aus welcher Perspektive sie KI betrachten und an welcher Stelle die KI dafür sorgen kann, dass sie in Zukunft weniger schlechte Entscheidungen treffen wird.

Schön, dass sie wieder dabei waren. Mehr Infos zum Thema finden sie wie immer noch in unseren Shownotes.

Ich freue mich, wenn sie in der nächsten Folge wieder reinhören – in die spannende Geschichte eines weiteren Unternehmens.

Bis dahin, machen Sie’s gut.