Gesund investieren - Die Med 360°-Erfolgsgeschichte
Shownotes
Es geht um eine Branche, in der wahnsinnig viel passiert. In der es laufend neue Innovationen gibt. In der es für die Beteiligten von der kleinen Praxis bis zum großen Krankenhaus darum geht, möglichst immer auf dem modernsten Stand der Dinge zu sein.
Und das alles unter hohem Kostendruck. Es geht um Investitionen, die im fünfstelligen Bereich liegen, aber auch ganz schnell in die Millionen gehen können. Es geht um eine deutsche Erfolgsgeschichte in der Gesundheitsbranche – und um die Frage: Wie lässt sich das alles eigentlich finanzieren?
Wir sprechen mit:
Christoph Haenisch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Chief Medical Officer bei der Med 360° und Thomas Haag, verantwortlich für das Gesundheitswesen bei der Deutsche Anlagen-Leasing.
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Skript: Investitionen in der Gesundheitsbranche mit der Deutschen Leasing
INTRO
Anmoderation
Hallo und herzlich willkommen bei diesem Podcast.
In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einem Thema, das jeden von uns betrifft: Mit der Gesundheit.
Genauer gesagt geht es um eine Branche, in der wahnsinnig viel passiert. In der es laufend neue Innovationen gibt. In der es für die Beteiligten von der kleinen Praxis bis zum großen Krankenhaus darum geht, möglichst immer auf dem modernsten Stand der Dinge zu sein. Und das alles unter hohem Kostendruck.
Es geht um Investitionen, die im fünfstelligen Bereich liegen, aber auch ganz schnell in die Millionen gehen können.
Es geht um eine deutsche Erfolgsgeschichte in der Gesundheitsbranche – und um die Frage: Wie lässt sich das alles überhaupt finanzieren?
DROP
Keiner von uns wird gerne krank. Und wenn schon, dann wollen wir alle möglichst schnell einen Termin beim Arzt bekommen, möglichst schnell die Diagnose haben und dann bestmöglich behandelt werden. Und dabei wollen wir uns natürlich auch rundum gut versorgt fühlen.
Einer, der das aus jahrelanger Praxis kennt, ist Christoph Haenisch. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie gründete vor einigen Jahren zusammen mit Kollegen eine Praxis in Haan – das liegt zwischen Düsseldorf und Wuppertal.
Weil den Ärzten eine möglichst optimale Versorgung der Patienten wichtig war, haben sie ihre Praxis später an das Netzwerk der Med360Grad-Gruppe angeschlossen. Inzwischen ist Haenisch seit Beginn des Jahres 2021 der so genannte Chief Medical Officer – oder auf deutsch – der Medizinvorstand bei der Med360Grad.
Die Gruppe betreibt Praxen und Medizinische Versorgungszentren und ist in vielen Fachbereichen unterwegs – unter anderem der Radiologie, Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, Kardiologie und vielen mehr. Und das mit inzwischen mehr als 60 Standorten längst nicht mehr nur im Ursprungsland NRW, sondern zum Beispiel auch in Berlin, Baden-Württemberg oder in Bayern.
O-TON Haenisch: „Wir sprechen mit diesen ganzen Standorten mittlerweile mit über 2.600 Mitarbeitern. So dass wir mit unseren Standards, die wir setzen und die wir für den Patienten kreiert und erdacht haben, dass wir hier eine bestmögliche Versorgung erreichen wollen.“
Logisch, dass der Job als Medizinvorstand einer so großen Gruppe viel Zeit in Anspruch nimmt. Und trotzdem behandelt Haenisch auch noch weiter selbst
O-TON Haenisch: „Ja, ich hab zeitweise das große Vergnügen und das große Glück, am Patienten zu arbeiten, Patienten nah zu sein. Das allerdings – vollkommen richtig – in nicht mehr der Dimension, die ich, als ich sozusagen aus dem Studium kam und dann in der Klinik meine Facharztausbildung begonnen habe, überhaupt nicht mehr so nachkommen kann, wie damals.“
Trotzdem – oder jetzt erst recht – hat er die Versorgung der Patienten weiter im Blick. Und zwar in einem 360-Grad-Blick, wie es schon der Firmenname sagt. Es geht um eine möglichst umfassende Versorgung. Und mit der will das Unternehmen Stück für Stück weiter wachsen.
O-TON Haenisch: „So ist es – das Bundesgebiet ist auch ganz klar unser Ziel, dass wir sagen, wir möchten in allen KV-Bereichen der Bundesrepublik Deutschland vertreten sein. Auch nicht zwanghaft, dass wir sagen, sofort. Sondern das ist strategisch etwas, wo wir sagen, dort, wo es sich anbietet und wo wir gut vertreten sein können, wo es sich für uns für Patienten im Gesamtschaubild der 360 Grad auch lohnt, dort werden wir aktiv. Das heißt also, dass wir nicht sagen, wir kaufen einfach einen Standort, sondern es ist dann eine Übernahme, die sich strategisch in toto einer 360-Grad-Versorgung dann auch lohnt.“
Das Ziel, in alle deutschen KV-Bereiche vorzudringen – also den jeweiligen kassenärztlichen Vereinigungen – bedeutet auch, dass immer wieder große Investitionen nötig sind.
O-TON Haenisch: „Da unterhalten wir uns einmal über Investitionen im Sinne von einer Akquisition. Das heißt, sollte irgendwann ein Betreiber von einem Unternehmen, eines Kassenarztsitzes oder eines größeren MVZs oder einer größeren Struktur, den Wunsch haben, dieses bei uns einzubringen, aufzuhören – aber auch für und mit uns zu arbeiten – dann wäre es die Akquisition, dieses Konstrukt mit uns aufzunehmen, was unterschiedlich in der Dimension von Summen ist.“
Andere Investitionen betreffen beispielsweise die Gebäude. Wenn es vielleicht darum geht, an einem Standort die Diagnostik auszubauen – zum Beispiel mit einem MRT- oder CT-Gerät – oder auch um die Erweiterung von Operationsmöglichkeiten, dann braucht es dafür entsprechende Gebäude, die entweder umgebaut oder neu gebaut werden müssen.
O-TON Haenisch: „Und gleich darauf dann anschließend ist im Grunde genommen die Technik – Nach 10 – 15 Jahren sind solche technischen, bilddiagnostischen Geräte einfach end of life, müssen ausgetauscht werden. Und das bedeutet natürlich, wenn sie sich vorstellen, dass wir viele Standorte haben, dass sowas kumuliert auch größere Summen aufwirft. Und das sind die Investitionen, die uns immer wieder tagtäglich für das Jahr in der Planung beschäftigen.“
Die Wurzeln der Med360Grad liegen in einer radiologischen Praxis in Leverkusen – gegründet vor über 60 Jahren. Im Laufe der Zeit kommen immer mehr Patienten, es kommt die Strahlentherapie dazu, es entstehen weitere Untersuchungs- und Behandlungsstätten. Schließlich baut Winfried Leßmann – der Sohn des Praxisgründers – das Unternehmen immer weiter aus. Zuerst zum Radiologischen Netzwerk Rheinland. Im Laufe der Zeit wächst es immer weiter, bis es im Jahr 2016 zur Med360Grad wird.
Und seit Jahrzehnten ist die Leverkusener Sparkasse der Partner für die Finanzen. Viele Finanzierungen laufen inzwischen über die Deutsche Anlagen-Leasing – kurz DAL –, die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehört. Sie ist die größte herstellerunabhängige Leasing-Gesellschaft Deutschlands. Dort ist Thomas Haag verantwortlich für das Gesundheitswesen und er kennt die besonderen Herausforderungen dieser Branche nur zu gut.
O-TON Haag: „Also wir haben im deutschen Gesundheitswesen einen enormen Kostendruck auf der einen Seite. Wir haben aber auch einen steigenden Wettbewerbsdruck. Und gepaart mit immer mehr Innovationszyklen, die vor allem die Medizintechnik mit sich bringt – insbesondere auch das Thema Digitalisierung spielt hier eine sehr, sehr große Rolle. Sie haben es vielleicht auch gelesen in der Presse, dass im Rahmen der Corona-Pandemie das eine oder andere Krankenhaus nicht auf seine IT-Infrastruktur zurückgreifen konnte. Die Bundesregierung hat hier in Milliardenhöhe Mittel zur Verfügung gestellt, um die Digitalisierung vor allem im Krankenhauswesen entsprechend voranzutreiben.“
Auch für die Med360Grad sieht Medizinvorstand Christoph Haenisch in der Digitalisierung eine der großen Herausforderungen. Nicht nur wegen des Datenschutzes, der manches nicht gerade leichter mache.
Patienten und andere Ärzte, die sich an die Med-Einrichtungen wenden, wollen Termine immer mehr online vereinbaren. Dazu kommt die elektronische Patientenakte. Die Geräte arbeiten immer stärker vernetzt. Es gibt im Bereich der Digitalisierung viele spannende Konzepte, die allerdings auch sehr kostenintensiv seien, sagt Haenisch.
Wenn es bei neuen Investitionen – ob bei der Digitalisierung oder in anderen Bereichen – um die Finanzierung geht, dann ist er froh, mit der Sparkasse einen langjährigen und lokalen Partner an der Seite der Med360Grad zu haben.
O-TON Haenisch: „Ich glaube, dass es deswegen wahnsinnig interessant für uns gewesen ist und bleibt, auch weiterhin mit der Sparkasse in Verhandlungen zu sein und dort auch weiter zu kooperieren, weil sie einfach den Wachstumsgedanken und unsere lokale Entwicklung viel besser nachvollziehen kann und diese auch immer maßgeblich unterstützt hat.“
Für Thomas Haag und seine Kollegen bei der Deutschen Anlagen-Leasing geht es bei den Kunden aus der Gesundheitsbranche darum, tief in die Branche einzutauchen.
O-TON Haag: „Wir müssen den Markt verstehen, die Zusammenhänge verstehen, weil ganz viele Faktoren ineinandergreifen. Das ist von dem Thema Pflege, was selbst in Krankenhäusern eine Rolle spielt – wir müssen die Geräte verstehen – wir müssen verstehen, wie erfolgt eigentlich zum Beispiel eine Automatisierung, eine Digitalisierung von Prozessen und Abläufen, wie kann man das unterstützen. Früher war in den Krankenhäusern weniger das Thema Software, klassische IT-Infrastuktur.
Wir haben jetzt während der Pandemie auch gemerkt, dass hier natürlich immer mehr das Thema IT-Sicherheit im Vordergrund steht. Dass vor allem im ambulanten Krankenhausmarkt das Thema Infrastruktur an Bedeutung gewonnen hat. Das sind all so Themen. Wir wissen, höhere Datenmengen müssen verarbeitet werden. Weil letztlich mittlerweile auch schon die kleineren Geräte, Medizintechnik hier schneller und größere Rechenleistung haben wie früher. All das muss verarbeitet werden, und all das kostet natürlich auch Geld.“
Und dieses Geld braucht es vielfach in immer kürzeren Abständen. Denn wenn es um modernste Medizintechnik geht, dann schreitet die Entwicklung immer schneller voran. Ein neues MRT beispielsweise – ein Magnetresonanztomograph – mit dem unter anderem sehr genaue Aussagen bei vielen Fragen rund um die Wirbelsäule, aber auch Muskeln, Sehnen oder Gehirngewebe möglich sind, kostet schnell eine Million Euro oder mehr. Für die Finanzfachleute geht es dann um so genannte asset-basierte Finanzierungslösungen.
O-TON Haag: „Asset-basiert heißt, dass wir uns mit dem Investitionsgut, das es zu finanzieren gilt, auseinandersetzen. Intensiv auseinandersetzen, hier eigenes Knowhow aufgebaut haben über die Jahre hinweg. Und letztlich, wenn sie so wollen, bewerten können, ist das ein werthaltiges Asset, ja oder nein. Kann man es im Fall der Fälle gegebenenfalls verwerten. Wir stellen zum einen auf die Unternehmensbonität und zum anderen auf die so genannte Asset, also sprich Objektbonität ab, um für den Kunden die optimale Finanzierungsstruktur, beziehungsweise auch Finanzierungskondition ermitteln zu können.“
Für die Berater bedeutet das: Wir müssen das Geschäftsmodell des Kunden verstehen. Wir müssen im Fall der langfristigen Partnerschaft mit Med360Grad nachvollziehen können, was unter dem 360-Grad-Blick zu verstehen ist. Welche notwendigen ärztlichen Leistungen, aber auch welche Investitionen sind erforderlich – und wie soll das Unternehmen wachsen? Dann kann man es auch beim Wachstum weiter begleiten.
O-TON Haag: „Und das können wir – assetbasiert wie gesagt – weil häufig in Computertomographen, Ultraschallgeräte, Linearbeschleuniger investiert wird. Und hier gilt es neben der Bonität von Med360 Grad auch das besondere Asset-Knowhow einzubringen, um dann mit dem Kunden gemeinsam nach der für ihn besten Finanzierungslösung zu suchen.“
Natürlich kommt es dann auf gute, langfristige Konditionen an, sagt Christoph Haenisch von Med360 Grad. Aber noch ein anderer Punkt ist für ihn aus Unternehmenssicht besonders wichtig.
O-TON Haenisch: „Für uns muss ich sagen, dass Flexibilität für uns wichtig ist. Flexibilität von unseren Geldgebern, die unsere Visionen – auch gar nicht im ganz Großen, im Sinne von großen Instituten – die das lokal sehr, sehr gut verstehen. Lokal verstehen, auch die Sparkasse, dass man sagt, was tut man für die Infrastruktur vor Ort. Und ich glaube, wir konnten in den letzten Jahrzehnten ja zeigen durch unser Wachstum, was wir vor Ort tun. Also wenn wir sehen, was Herr Doktor Winfried Lessmann gerade für den Bereich Leverkusen als Unternehmer geschaffen hat, dann ist klar, dass auch Sparkassen vor Ort, die sich mit der lokalen Entwicklung viel stärker auseinander setzen als dass es eine größere andere Bank – ohne Namen zu nennen – gibt, die tun das einfach nicht.“
Wenn es dann ganz konkret um neue Computertomographen, MRTs oder andere Geräte geht, könnte man natürlich auch direkt beim jeweiligen Hersteller kaufen – und dort gegebenenfalls auch finanzieren. Aber es gibt durchaus gute Gründe, sich besser an die DAL zu wenden, sagt Thomas Haag.
O-TON Haag: „Die DAL gemeinsam mit der Sparkasse ist ein langfristiger Finanzierungspartner, die nicht nur die wirtschaftliche oder nur die Asset-Kompetenz sozusagen in den Vordergrund stellen, sondern die auch regional langfristig mit dem Kunden zusammenarbeitet. Häufig ist es so, bei den hersteller-getriebenen Finanzierungen steht nun mal das Gerät im Vordergrund. Und es sind nicht sonstige Gegebenheiten, individualisiert auf den Kunden mit eingebunden in die Gesamtstruktur.“
Bei den Finanzierungsmodellen gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Der neue Computertomograph kann beispielsweise über einen klassischen Kredit genauso finanziert werden wie über einen Mietkauf und natürlich kann auch Leasing eine interessante Variante sein.
O-TON Haag: „Hat aus Kundensicht den Vorteil, dass er natürlich auch wirklich nur während seines Vertrages, während seiner Vertragslaufzeit, wenn sie so wollen, den Anteil der Investitionskosten, die in der Nutzungsdauer anfallen, dass er die entsprechend finanzieren muss. Weil wir natürlich dem Investitionsgut einen so genannten Assetwert hinterlegen, wo wir der Meinung sind und uns sicher sind, jawohl, zu diesem Wert können wir das Gerät auch nach einer Refurbish-Phase wieder am Markt verwenden und entsprechend verkaufen.“
Beim Leasing geht es häufig auch unter anderem darum, innerhalb kurzer Zeiträume immer wieder die modernste Technik zur Verfügung zu haben. So wie ein Autofahrer seinen Wagen nach wenigen Jahren einfach wieder an den Leasing-Partner zurückgibt und dann ein neues, noch moderneres Fahrzeug least, so kann das durchaus auch bei teuren medizinischen Geräten interessant sein, erklärt Leasing-Experte Haag. Denn die technologischen Entwicklungen in der Branche sind rasant.
O-TON Haag: „Ja, die Innovationszyklen werden immer kleiner, die Innovationssprünge werden größer. All das führt natürlich dazu, dass sie schneller neuere Geräte haben möchten. Führt aber auch dazu, dass die Anschaffungskosten für diese Geräte entsprechend teurer werden. Und deswegen alternative Finanzierungsmethoden wie zum Beispiel eine Leasing-Struktur durchaus enger in Betracht gezogen werden, weil einfach so ein Gerät nicht mehr zehn Jahre genutzt wird, sondern dann schon vielleicht nach fünf oder sieben Jahren ausgetauscht wird.“
Eine ganz andere Herausforderung als die Frage nach der modernsten Technik sind für die Gesundheitsbranche die Folgen der Corona-Pandemie. Auf der einen Seite stand und steht die Versorgung der infizierten Patienten. Auf der anderen Seite aber ist die Besuchsfrequenz in den Praxen und Krankenhäusern während der Pandemie insgesamt zurückgegangen – denn aus Angst sich anzustecken, sind viele Menschen lieber nicht zum Arzt gegangen, sagt Christoph Haenisch. Zum Beispiel Patienten, bei denen so genannte elektive – also nicht unmittelbar notwendige – Eingriffe anstanden.
O-TON Haenisch: „Und das spüren wir in toto und ich denke auch, dass das die gesamte Gesundheitsbranche stark getroffen hat, weil man jetzt irgendwann diese Patienten wieder nachversorgen muss. Und ob das jetzt im elektiven Bereich ist, gerade was also die Orthopädie zum Beispiel anbetrifft, werden wir wieder sehen, dass es wieder einen Ansturm gibt, wo Patienten sagen – Mensch, also jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, ich bin geimpft – da gab es Flauten, die uns auch allen wirtschaftlich schon stark zu schaffen gemacht haben.“
Insgesamt ist Haenisch trotzdem davon überzeugt: Das deutsche Gesundheitssystem steht gut da.
O-TON Haenisch: „Ich glaube, dass wir zukunftsfähig sind. Herr Sauerwein, ich glaube sogar, dass wir eines der Länder sind – und das haben wir bewiesen – sehr, sehr, sehr protektiv immer arbeiten. Sehr, sehr weitsichtig sind und auch maximal überall nachhaltig agieren. Sprich: Ob das unsere Intensivstationsplätze sind, wo wir in Europa am besten aufgestellt sind. Wo wir sehen, die Dichte an Diagnostik, unsere Struktur der Krankenhauslandschaft ist exzellent und auch unsere Praxen sind exzellent aufgestellt, überall – jetzt gar nicht auf die Med360 Grad, sondern in toto in Deutschland. Das finde ich beeindruckend und das macht mich sehr, sehr, sehr froh, dass wir so ein Gesundheitssystem haben.“
Allerdings bleibt immer noch eine sehr große Herausforderung: die finanzielle Sicherheit für dieses Gesundheitssystem. Wie lässt es sich auch in Zukunft noch finanzieren? Wie kann das wirtschaftlich für alle Beteiligten zufriedenstellend funktionieren?
Das macht dem Medizinvorstand von Med360 einige Sorge. Unter anderem wenn es darum geht, dass nicht nur seine Mitarbeitenden sondern alle in dieser Branche ihre Arbeit machen und anschließend zufrieden nach Hause gehen sollen – auch mit dem Gefühl, vernünftig bezahlt zu werden. Damit auch die Patienten das Gefühl haben, gut behandelt und versorgt zu werden.
O-TON Haenisch: „Weil am Ende des Tages möchten wir, und das haben wir ja nun leidvoll gesehen, Patienten versorgen mit Menschen, die zufrieden sind. Und zwar nicht nur in ihrem Arbeitsalltag im Sinne von, dass sie pünktlich anfangen und auch pünktlich nach Hause gehen können; ihre Familie versorgen, ihre Kinder, für den Einkauf sorgen, also einfach ihr ganz normales Leben wie alle anderen auch führen. Auf der anderen Seite aber auch zufrieden sind, dass sie sich mit dem, was sie sich engagieren, auch etwas leisten können. Und wir sehen das, ob das im pflegerischen Bereich ist, ob es bei uns in den Bereichen der MFA, der Medizinischen Fachangestellten, der MTAs, der Medizinisch Technischen Radiologischen Assistenten anbetrifft. Das ist ein großes Thema, wo wir sagen, da muss man nachziehen. Weil diese Menschen die Gesundheit für Deutschland insgesamt gewährleisten. Die müssen auch dementsprechend honoriert werden.“
Und von Jahr zu Jahr werden es auch im Team der Med360Grad immer mehr Menschen, die das betrifft. Denn der Gesundheitsanbieter wächst und wächst. Auch dank der finanziellen Partnerschaft mit der Sparkasse und der Deutschen Anlagen-Leasing. Für Thomas Haag von der DAL ist das eine echte Erfolgsgeschichte.
O-TON Haag: „Die Med360Grad hat in den vergangenen Jahren sehr konsequent einen Wachstumsprozess vollzogen. Hat aber von der strategischen Ausrichtung heraus einen – wie der Name schon sagt – 360-Grad-Rundumblick für den Patienten. Das heißt, die Infrastruktur, die Med360Grad seinen Kunden anbieten kann, sozusagen im eigenen Netzwerk von der Diagnose über den Arztbesuch bis zu den Therapien, die dort alles eine Rolle spielen, das sind die Themen, die 360 Grad – und nach meinem Verständnis auch bundesweit als einziger Anbieter in diesem Umfeld und in dieser Qualität – so abbilden kann.“
Es sind aber nicht nur diese Großen, die die Deutsche Anlagen-Leasing mit ihren Finanzlösungen betreut.
O-TON Haag: „Wir finanzieren im Gesundheitswesen sozusagen alle Teilnehmer. Das müssen wir uns anschauen, welche Investition steht an und finden dann für den Kunden auch die beste Lösung, das zu machen. Also ich sag mal, von der klassischen Arztpraxis, die sie kennen bis hin zu den großen Unternehmen wie die Med360Grad finanzieren wir alle Partner.“
Nach jahrelanger Arbeit im Gesundheitswesen hat der gelernte Finanzfachmann inzwischen einen ganz anderen Blick fürs Detail als früher. Und das macht sich sogar bemerkbar, wenn er selbst mal als Patient in eine Praxis kommt. Er kann sehr schnell erkennen, wie modern die Mediziner ausgestattet sind, mit denen er es privat zu tun hat.
O-TON Haag: „Also das fällt ihnen sofort auf, ja [lacht]. Sie merken es auch schon einfach dadurch, zum Beispiel bei der Terminvereinbarung. Machen sie das online oder ist das noch althergebracht, ausschließlich über Telefon? Und natürlich bei den Geräten, wenn sie dann mal eins zu Gesicht bekommen und mit einem behandelt werden, schauen sie natürlich drauf, ja.“
Auch wenn die Ärzte und Ärztinnen diejenigen sind, die am Ende die Diagnosen und Entscheidungen treffen – aber die Hoffnung auf eine gute Behandlung steigt durchaus auch, wenn deren Ausrüstung möglichst modern ist.
Und die Hoffnung von Medizinvorstand Christoph Haenisch für die Zukunft von Med360Grad?
O-TON Haenisch: „Ich hoffe ganz persönlich, Herr Sauerwein, dass es der qualifizierteste und nachhaltigste ambulante Gesundheitsanbieter in Deutschland sein wird.“
Da stellt sich doch die Frage: Wie weit sind sie davon denn noch entfernt?
O-TON Haenisch: „Das ist ein bisschen vermessen, wenn ich sage, wie weit wir davon entfernt sind. Ich glaube, wir sind auf dem besten Wege dorthin. Ich glaube, dass wir einer der größten ambulanten Gesundheitsanbieter sind und hoffe, dass wir unsere Qualität halten und Fachbereiche noch hinzufügen können, die Spaß machen und die ergänzend gut mit uns funktionieren. Wir haben noch ganz viele Schritte zu gehen, wie sie schon gehört haben, Digitalisierung, für unsere Patienten noch besser und schöner ihre Therapien zu erfahren und erreichbar zu sein. Also ich glaube, wir haben noch viel vor uns, und es wird ein stetiger Weg sein. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir schon Meilensteine zurückgelegt haben.“
Und auch bei den nächsten Meilensteinen dürften die Sparkasse und die Deutsche Anlagen-Leasing wieder an der Seite der Med360 Grad sein.